Arbeitszeugnis-Blog

Darf ein Arbeitszeugnis zurückgehalten werden? solveig Mo, 05/10/2021 - 11:02
Vorhängeschloss
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Nicht immer gehen Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Guten auseinander. Im Streit kommt es deshalb immer wieder vor, dass Arbeitgeber das Zeugnis als Druckmittel benutzen nach dem Motto: „Erfülle meine Forderungen, dann bekommst du dein Zeugnis.“ Doch egal, wie viele offene Forderungen hier noch im Raum stehen – das Arbeitszeugnis darf vom Arbeitgeber nicht zurückgehalten werden.
Ist „vollste“ Zufriedenheit grammatikalischer Unsinn? solveig Mo, 05/10/2021 - 11:00
viele Erbsen
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Mit diesem Argument verwehren einige Arbeitgeber Zeugnisempfängern die Note 1 in der Leistungszusammenfassung: „Vollste“ Zufriedenheit sei grammatikalischer Unsinn, weil das Adjektiv „voll“ nicht steigerbar sei. Sprachlich gesehen haben sie damit Recht, doch folgen Arbeitszeugnisse ihren eigenen Regeln.
Zeugnisanspruch trotz kurzer Beschäftigungsdauer? solveig Mo, 05/10/2021 - 10:59
Hand macht Zeichen für "kurz"
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Habe ich einen Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis, obwohl ich vielleicht nur wenige Wochen oder Monate für ein Unternehmen gearbeitet habe? Ja! Die Pflicht auf Zeugniserteilung ist unabhängig von der Beschäftigungsdauer.
Welche Job-Bezeichnung muss in der Einleitung stehen? solveig Mo, 05/10/2021 - 10:57
Legomännchen
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In einem Arbeitszeugnis ist es nicht ausreichend, lediglich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in der Einleitung bezeichnet zu werden. Hier muss die genaue Positionsbezeichnung zu finden sein, die mit dem Wortlaut im Arbeitsvertrag übereinstimmen sollte.
Darf eine arbeitgeberseitige Kündigung erwähnt werden? solveig Mo, 05/10/2021 - 10:54
übergroße Hand schnippt Arbeitnehmer weg
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Grundsätzlich verbietet es die Wohlwollenspflicht, eine arbeitgeberseitige Kündigung im Zeugnis zu erwähnen. Allerdings folgt daraus automatisch: Wird keine Aussage über Art und Grund der Kündigung getroffen, geht der Leser immer von einer arbeitgeberseitigen Kündigung aus.
Schriftzug "great" auf gelbem Hintergrund
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Hierzu gibt es leider keine eindeutige Antwort: Während das Bundesarbeitsgericht 2001 entschied, dass kein Anspruch auf eine Schlussformulierung besteht, setzte sich das Landesarbeitsgericht Berlin 2003 mit seiner Entscheidung dazu in Widerspruch und bescheinigte dem Arbeitnehmer den Anspruch auf Aufnahme einer so genannten Dankes- und Zukunftsformel.